Behandlung

Sanjo nimmt Rücksicht auf die Aufgabenverteilung zwischen Großhirn (Bewegung) und Kleinhirn (Stabilität). Mit gezielten Griffen von außen werden Gelenke konduziert und damit die über das Gelenk hinwegziehenden Muskeln sanft entlastet. Da die Muskelarbeit von außen durch den Therapeuten verrichtet wird, kann das Kleinhirn die ihm unterstehenden Muskeln entspannen. Sinken die inneren Widerstände, können auch die Bewegungsmuskeln mit weniger Tonus auskommen. Angesetzt wird aber bei den kleinen, unwillkürlichen Muskeln. Sie sind der Schlüssel zur Entspannung des gesamten Systems.

Der Behandelnde hält meistens über ein Gelenk hinweg den Körper sanft in seinen Händen und führt mit sehr wenig Druck kleine langsame Bewegungen aus. Diese werden öfters wiederholt, bis das Kleinhirn von sich aus reagiert und die Muskeln im Tonus zurückfährt. Dies wird als eine Art „Loslassen“ erlebt und ist sehr angenehm.

Eine Sanjo–Sitzung kann zu therapeutischen Zwecken von Phyysiotherapeuten, Masseuren, Logopäden, Ergotherapeuten, Heilpraktikern und Ärzten innerhalb einer Praxis durchgeführt werden. Sie hat sich aber auch im Bereich der Gesundheitspflege und im Wellnessbereich etabliert.

Meistens wird am bekleideten Körper behandelt, außer in Kombination mit der klassischen Massage oder im Wellnessbereich. Auch mehrere Lagen Kleidung sind kein Hindernis für den Behandelnden, die Gelenke zu ertasten und zu konduzieren. Die Dauer einer Sitzung variiert von fünfzehn Minuten bis zu einer Stunde. Im therapeutischen Alltag wie auch im Wellnessbereich wird Sanjo oft mit anderen Methoden kombiniert eingesetzt.

Wenn Sie die wohltuende Wirkung einer Sanjo-Behandlung erleben möchten, suchen Sie sich einen Sanjo-Therapeuten in Ihrer Nähe. In der rechten Navigationsleiste finden Sie ein nach Postleitzahlen geordnetes Verzeichnis. Zwar sind noch nicht in allen Regionen Therapeuten vertreten, weil Sanjo eine recht junge Methode ist, aber es werden ständig mehr.